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Ausschweifendes Fazit zur Moe Hackett Hörspielpremiere

Ausgerechnet auf Halloween legten wir die Premiere unseres Social Media Amateurhörspiels “Moe Hackett und das Gemälde des Schreckens”.
Lag ja irgendwie nahe, auch wenn wir unsere Premiere nicht als Halloween Veranstaltung sahen.
Als Location hatten wir uns das stillgelegte Neunkircher Burg Theater ausgesucht, ein früher riesiges Kino, das zu Glanzzeiten in den 50er und 60er Jahren über 700 Zuschauern Platz bot und 2002 für die Öffentlichkeit geschlossen wurde. Nach der Schliessung wurde ein Teil des Kinos als Lagerhalle vermietet, der kleinere der beiden Kinosääle wurde restauriert und bot noch Platz für 80 Zuschauer. Diesen kleineren Teil inklusive Foyer kann man mieten.


Dirk, dessen Groschenroman ich zum Moe Hackett Drehbuch umgeschrieben hatte, empfahl mir diese Location, und so schaute ich mir zusammen mit meinem Premieren-Team Bianca, Judith und Sabine die Location im Vorfeld unserer Premierenplanung an. Da wir alle vier auf Anhieb von der Location begeistert waren, entschieden wir uns also für das Burg Theater, um die Premiere unseres Hörspiels zu feiern.
Eine Menge Planung und Organisation folgte, während ganz nebenbei noch Hörspiel und Soundtrack gemischt und eine kleine Visualisierung für die Vorstellung vorbereitet werden mussten – die Leute sollten ja nicht 50 Minuten auf eine leere Leinwand schauen, wenn wir sie schon ins Kino setzten.
Wir rechneten mit vielleicht 20-30 Besuchern und planten entsprechend. Von Anfang an war klar, dass wir eventuelle Einnahmen nicht für uns selbst, sondern für einen Spendenzweck einsetzen wollten. Da wir unser Hörspiel unter einer Creative Commons BY Lizenz veröffentlichen wollten, einigten wir uns darauf, den Creative Commons das zu spenden, was nach Abzug der Raummiete übrig blieb.
Da wir uns nicht sicher waren, ob wir überhaupt unsere Unkosten decken konnten, beschlossen wir, spezielle Einnahmequellen zu schaffen, die ausschiesslich zum Spenden gedacht waren und nicht auf unsere Unkosten angerechnet werden sollten. So planten wir eine Tombola, ohne uns jedoch sicher zu sein, ob bei unserer Besuchererwartung von maximal 30 Leuten überhaupt genug Lose weg gehen konnten. Trotzdem organisierten wir 150 Lose, 50 davon sollten Gewinne sein.
Einen Großteil der Gewinne organisierten wir selbst, teils wurden gar extra neue Sachen gekauft, um genug Preise zusammenzubekommen.
Und von da an ging alles Knall auf Fall.
Die Saarbrücker Zeitung, Big FM und Saarland.de berichteten über unser Projekt und wir bekamen sogar Sponsoringangebote. Zunächst aus dem Freundeskreis, so sponsorte Mitveranstalterin Sabine mit Ihrem Dekoladen Tombolapreise, piranja-cola sponsorte uns kistenweise Cola und Schlauerbacken.de lieferte uns leckerste Gruselmuffins und Horrorkuchen für einen Wohltätigkeitsverkauf zugunsten der Creative Commons.

Auch in den sozialen Netzwerken wuchs die Resonanz auf unser Projekt und die Premiere.
So langsam dachten wir, dass wir vielleicht sogar mehr als 30 Gäste zusammenbekommen könnten.
In den letzten 3 Wochen vor der Premiere rotierten wir in jeder freien Minute zugunsten des Hörspiels und der geplanten Premiere.
Noch in der letzten Woche bekamen wir unverhofft weitere Sponsoren dazu. Die Agentur Erlebnisraum sponsorte uns sogar zwei Karten für ein waschechtes Criminal-Dinner. Damit hatten wir einen richtig verlockenden Hauptpreis, den wir ehrlich gesagt selbst gern gewonnen hätten. Natürlich war klar, dass wir als Veranstalter nicht bei der Tombola mitmachten, den Preis sollte schliesslich niemand von uns gewinnen.
Auch Ma Maison, ein hübscher Dekorationsladen in Friedrichsthal sponsorte unsere Tombola mit zwei Einkaufsgutscheinen. Dann, an Halloween, kam unser großer Tag.

Und der wurde größer als erwartet!

Als wir um 19 Uhr öffneten, hatten wir die erwarteten 30 Leute bereits fast erreicht. Gegen kurz vor 20 Uhr, als die Vorstellung starten sollte, war der Kinosaal proppenvoll und dennoch standen noch immer Leute im Foyer, die keinen Platz mehr ergattern konnten. Die Tombolalose waren bereits vor der ersten Vorstellung ausverkauft.
Wir zählten 120 Leute und beschlossen, eine zweite Vorstellung zu machen. Die Tombola und der Kuchen- und Muffinverkauf waren ein voller Erfolg und den Leuten schien unser Hörspiel tatsächlich zu gefallen.

Wir hatten das vierfache der zunächst angenommenen Besucher und unsere Premiere hat uns nicht nur einen Großteil unserer Unkosten erstattet – womit wir bei weitem nicht gerechnet hatten! – wir haben auch noch über 200 Euro zusammenbekommen, die wir nun den Creative Commons spenden können.

Zeitgleich mit dem Ende der ersten Vorstellung ging punkt 21:00 Uhr übrigens auch die Dowload Version des Hörspiels inklusive DVD-Cover und Soundtrack auf moehackett.de online.

Ein rundum gelungener Abend und ein perfekter Release für das erste komplett über Social Media realisierte Amateurhörspiel.

Oder wie Bianca es erklären würde:

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Moe Hackett geht live…

Uff!

Endlich ist unser episches Werk fertig. Moe Hackett und das Gemälde des Schreckens, ein über Social Media Kanäle realisiertes und unter Creative Commons lizensiertes Gruselhörspiel.

Zum download wird es erst ab 31.10.2010 stehen und so sieht es aus:

Am 31.10. feiern wir Premiere des Stückes in einem stillgelegten Kino, das wir für unsere Zwecke extra nochmal reanimieren.
Hier findet Ihr einen von Moe Hackett persönlich eingesprochenen Premierenteaser

Damit unser Publikum nicht ständig auf eine leere Kinoleinwand schauen muss, haben wir das Hörspiel für unser Event ein wenig visualisiert und mit ein paar CC-Bildern und -Videosequenzen unterlegt. Ausserdem wird es auf unserer Premiere eine Gruselcandybar, Vampirmuffins und eine Tombola zugunsten der Creative Commons geben, bei der man neben Moe Hacketts Geisterjägerequipment auch ein professionell arrangiertes Krimi-Dinner für zwei Personen gewinnen kann.

In den letzten Wochen meinten die lokalen Medien es gut mit uns, so gab es einen Artikel über das Hörspiel auf der Titelseite der Saarbrücker Zeitung, ein Radiointerview für BigFM und eine Menge Blogberichte und Veranstaltungshinweise in den lokalen Medien.

Wir danken allen Sprechern, Musikern, Sponsoren, unserem Mischer und unserem Coverzeichner, die alle ihr Bestes gegeben haben, unsere erste Hörspielproduktion bereits vor deren Premiere zu einem echten Erfolg werden zu lassen. Ganz persönlich danke ich unserem Premierenteam Bianca, Bine und Judy, die in den letzten Wochen ihre wertvolle Freizeit geopfert haben, um mit mir zusammen diese Premiere zu veranstalten. Wir hoffen, “Moe Hackett und das Gemälde des Schreckens” wird Euch so begeistern, wie es uns begeistert hat, das Stück zu produzieren.

Für alle, die zur Premiere nicht anwesend sein können, werden wir das Stück inklusive Soundtrack natürlich auch am Abend des 31.10.2010 zum download online stellen.

Arbeitstitel: Moe Hackett

Es geht weiter im Fall Moe Hackett!

Moe Hackett

Vor anderthalb Monaten kam, wie ich damals gebloggt hatte, ein Großteil der gesprochenen Rollen unserer Sprecher bei mir an.

Manche Spuren mussten neu aufgenommen werden, es gab sogar eine Umbesetzung. Vor gut drei Wochen waren dann tatsächlich alle Spuren da.
Und dann ging für mich die Hauptarbeit los…

Zehn Sprecher und ein Soundtrack, den fünf Musiker eigens für uns zusammengebastelt hatten lagen nun auf meiner Festplatte und warteten darauf, zu einem fertigen Hörspiel zusammengepuzzelt zu werden.

Stand also nur noch die Frage im Raum: Woher kommen eigentlich unsere Hintergrundgeräusche und Soundeffekte?

Da wir ein Hörspiel unter einer ganz bestimmten CC-Lizenz veröffentlichen wollten, brauchten wir also auch Sounds, die wir bedenkenlos unter der gleichen Lizenz weitergeben durften. Natürlich konnten ein paar Geräusche von uns selbst aufgenommen werden, aber wahrlich nicht alle.

Als sehr hilfreich erwies sich hier die Seite freesound.org, deren Sampling CC-Lizenz für uns genau das richtige war.

Nach umfangreicher Recherche waren so auch etliche Sounds gesammelt und das Arrangieren des Hörspiels konnte beginnen.

Und das war eine ganz schöne Frickelarbeit!

Audiospuren mussten geschnitten, sortiert, mit Atmosphäre, Spezialeffekten und Musik unterlegt werden, Szenen aufgebaut, Dialoge zusammengebastelt und über eine Dauer von knapp zwei Wochen entstanden so 50 Minuten Hörspielarrangement.

Wer nun glaubt, dass das Arrangement danachso weit fertig gewesen wäre, dass man mit dem Mischen hätte anfangen können, irrt jedoch.
Arrangiert man eine Story von gut 50 Minuten, bemerkt man ab ca. Minute 30 nicht mehr, ob jetzt alle Sounds da sind, ob alles so klingt wie es klingen soll, ob die Musik noch zu den Szenen passt usw.

Also ging das erste, rohe Arrangement zunächst an einen kleinen Kreis ausgewählter Alpha-Hörer, die diese erste Version erst einmal mit Kritik regelrecht zerrissen.
Was natürlich gut war! Es kam eine ellenlange Liste mit wichtigen Kritikpunkten heraus, die in den folgenden Tagen im Arrangement abgearbeitet wurde. Hier eine fehlerhafte Stelle verbessert, da ein Sound dazu, dort etwas Musik weg, hier mehr Atempause und so weiter.

Das Ergebnis ging in die nächste Test-Runde, aus den Alpha-Hörern wurden Beta-Hörer und die Listen mit Kritik wurden kleiner.
Weiter wurde das Arrangement verbessert, wieder zogen zwei Tage für Feintuning und Detailschliff ins Land.

Moe Hackett goes Studio!

Nach ca. drei Wochen war das Arrangement dann soweit, dass es ins Studio gehen konnte.

Dieser erste Studiotermin war für Anfang letzter Woche angesetzt, fiel jedoch leider flach, da ich mir eine Grippe eingefangen hatte, die mich im Würgegriff hielt (und, wenn mittlerweile auch etwas milder, noch immer hält).

Doch endlich ging es heute zeitig und mit Festplatte bewaffnet ins Studio nach Riegelsberg, wo unser Mischermeister Fast Fingaz und ich mit der Unterteilung der Szenen und ersten Ideen für das Design des Raumklangs begannen.

In den kommenden zwei Wochen wird das Hörspiel nun also gemischt und sollte alles gut laufen, werden wir das fertige Stück vielleicht sogar schon ein paar Tage vor der offiziellen Premiere in den Händen halten.

Und dann natürlich bis zum 31.10.2010 für uns behalten, damit ihr auch alle brav zur Premiere kommt!

Moe Hackett: Der Trailer ist da!

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Der Trailer zu unserem CC Hörspiel “Moe Hackett und das Gemälde des Schreckens” ist da.
Und bald gibts das Hörspiel in voller Länge hier zum download!

Beagle

Beagle

Social Media Hörspielprojekt: “Moe Hackett – Privatdetektiv & Geisterjäger”

Vor einer Weile bastelte ich mit ein paar Freunden zur Hochzeit eines uns sehr nahestehenden Paares ein kleines 10-minütiges Hochzeits-Hörspiel. Die Sprecher wurden, ob sie wollten oder nicht, aus dem Freundes- und Familienkreis rekrutiert und unsere Geschichte von der Prinzessin und dem Dorfpolizisten fand guten Anklang beim beschenkten Brautpaar. Da dieses Hörspiel im Privaten aufgenommen, nirgends veröffentlicht und ausschliesslich dem Brautpaar geschenkt wurde, machten wir uns um Lizenzen oder ähnliches keine Gedanken.

Kurze Zeit später saß ich mit @beatnig zu einem Feierabendbierchen zusammen und erzählte ihm von dem Hochzeitshörspiel. Daraufhin erinnerte er mich an einen Groschenroman den er einmal geschrieben hatte und die Idee ward geboren:

Der Groschenroman sollte zum Drehbuch umgeschrieben werden, die Sprecher über Twitter und Facebook gecastet und das ganze aufgenommen, gemischt und als CC Hörspiel angeboten werden. Dies setzte natürlich voraus, dass auch sämtliche Beiträge der gleichen Lizenz unterlagen.

Der Roman war schnell zum Drehbuch umgeschrieben und unsere Sprechersuche hatte eine bombastische Resonanz:
Einen halben Tag nach dem ersten Suche-Tweet waren alle Rollen besetzt.
Zusätzlich meldeten sich Musiker, die Teile des Soundtracks beisteuern und eigene CC-Stücke komponieren wollten.
Daraus wuchs die Idee, den Soundtrack zusätzlich als freies CC-Album zum download anzubieten.

Mittlerweile ist ein Großteil der Beiträge aus Leipzig, Berlin, Hamburg, München und dem Saarland aufgenommen.

Eine handvoll Stimmen sind noch unterwegs und dann geht die Hauptarbeit los: Das Zusammenmischen des Hörspiels aus den verschiedenen Stimmen, die fast alle in völlig unterschiedlichen Studios und Aufnahmemöglichkeiten recordet wurden.

Es bleibt spannend, aber ich halte Euch hier auf dem Laufenden!

(Alle Fotos von morguefile)

Belgien Bilder

Hier noch ein paar Impressionen, die ich aus Belgien mitgebracht habe.

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Carrotmob – Nachhaltige Unternehmen belohnen

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Buykott statt Boykott.

Aktuell läuft in München die Aktion Carrotmob macht Schule, in der Schüler und Schülerinnen ihren eigenen Carrotmob organisieren.

Der Mobile City Walk Saarbrücken – Die echte, wahre und unverfälschte Wahrheit!

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Back in the days – Von einem, der in die Sommerferien zog, um daraus nichts zu lernen

Auf dem Weg zur Arbeit schnitt mich heute morgen ein leerer Schulbus.
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Den vollständigen sentimentalen Schwachsinn könnt Ihr hier weiterlesen